Die lokale Bevölkerung
Seit Beginn des Projektes wurde darauf geachtet, die lokale
Bevölkerung mit in die Projekte einzubinden. Nahezu alle
Beschäftigten stammen aus der Umgebung. Dadurch wird das Projekt
akzeptiert und es konnten in den letzten zehn Jahren
Arbeitsplätze geschaffen werden, die zum großen Teil auch heute
noch existieren. So pflanzten lokale Bauern die Bäume, andere
stellen Kompost her, arbeiten in der Samboja-Lodge oder für den
Feuerschutz, betreuen die Orang-Utans und die
Malaienbären. Durch das Agroforst-Prinzip hatten die Bauern die
Möglichkeit, zwischen den Pflanzungen ihre Kulturpflanzen
anzubauen. Der Ertrag diente der Fütterung der
Orang-Utans. Dadurch arbeiteten alle Beteiligten Hand in Hand
und zum gegenseitigen Nutzen. Gleichzeitig verhinderte die
landwirtschaftliche Nutzung, dass das dominante Alang-Alang-Gras
die jungen Setzlinge überwuchert und verdrängt.
Nach wie vor verzehren die Orang-Utans in Samboja Lestari
gewaltige Mengen Obst und Gemüse, welches – soweit möglich - von
den Bauern der Umgebung bezogen wird. Zudem konnte durch
Schulungen die landwirtschaftliche Arbeitsweise der Bauern
verbessert werden. So wurde das Eggen der Felder als Alternative
zur gängigen Praxis des Abbrennens der Ernterückstände oder des
Alang-Alang-Grases aufgezeigt. Dadurch konnte dem Problem
entgegengewirkt werden, dass immer wieder unkontrolliert Brände
entstehen.